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Winterreifen richtig lagern

Im Volksmund heißt es “Von O bis O” - also von Oktober bis Ostern. Und auch wenn der letzte Winter nicht der extremste war, haben sich viele Fahrer sicher an diese Empfehlung gehalten und vor kurzem erst wieder auf Sommerbereifung umgerüstet. Doch wie lagert man seine Winterreifen am besten? Der folgende Beitrag gibt einen kleinen Überblick über die Do´s und Don´ts.

Die Gummimischung von Autoreifen unterliegt wie alle Gummiprodukte einem natürlichen Alterungsprozess. Neben der schwindenden Profiltiefe ist das auch der Grund, warum es sich empfiehlt alle sechs bis acht Jahre einen kompletten Austausch der Reifen vorzunehmen - egal ob sie abgefahren sind oder nicht. Bei falscher Lagerung Ihrer Sommer- oder Winterbereifung kann sich diese Zeitspanne aber auch drastisch verkürzen. Hier sind einige Punkte, die Sie beachten sollten, um die vorzeitige Alterung Ihrer Bereifung zu verhindern.

Vorbereitung

Profiltiefe messen

Profiltiefe messen

Wenn man schon mal die Möglichkeit hat, sollte man die Reifen nach der Demontage von allen Seiten auf Beschädigungen überprüfen. Eingefahrene Nägel oder Macken in der Reifenflanke stellen ein Sicherheitsrisiko dar, das ernst genommen werden sollte. Auch die Profiltiefe sollten Sie an mehreren Stellen der Reifen überprüfen. 1,6mm sind hier das gesetzliche Minimum - Winterreifen büßen ihre speziellen Eigenschaften bereits unterhalb von vier Millimetern langsam ein. Ist der Reifen beschädigt oder liegen die Werte der Profiltiefe darunter, kann man sich für diesen Reifen die weiteren Punkte eigentlich schon sparen.

Wenn die Reifen noch genügend Profil haben und unbeschädigt sind, sollten sie mit 0,5 bar mehr Luft gefüllt werden, als der Hersteller empfiehlt, denn auch intakte Reifen verlieren über die Zeit der Lagerung ein wenig an Druck.

Wohin damit?

Üblicherweise werden Winterreifen in der Garage oder im Keller gelagert. Wichtig ist, dass sie an einem trockenen, kühlen, dunklen und ausreichend belüfteten Ort gelagert werden und weder mit Öl, Benzin oder Fett in Berührung kommen. Diese Stoffe greifen das gar nicht so unempfindliche Material der Reifen nämlich an und können diese im schlimmsten Fall zerstören.

Sollten Sie selber keinen geeigneten Platz für die Lagerung haben, bieten Reifenhändler und Werkstätten seit längerem auch die professionelle Lagerung als Dienstleistung für einen meist geringen Obolus an.

Selber lagern, aber richtig!

Wenn Sie Ihre Winterreifen selber lagern möchten und können, gibt es hierfür einige Möglichkeiten. Stehend, hängend oder übereinander gestapelt. Dabei ist wichtig, ob es sich um ein Kompletträder (also mit Felge) oder die reinen Reifen handelt. Bei letzteren empfiehlt der ADAC die stehende Lagerung auf trockenem und sauberem Untergrund. Hierbei ist zu beachten, dass die Reifen alle paar Wochen ein Stück gedreht werden, damit nicht nur ein Teil der Reifen Bodenkontakt hat.

Sind die Reifen schon auf der Felge montiert, können Sie sie mit leicht erhöhtem Luftdruck ohne Weiteres auch übereinander gestapelt lagern. Wenn Sie den Platz haben, bietet sich auch die hängende Lagerung (z.B. an der Wand) an. Somit stehen sie nicht im Weg und können in der Garage durchaus auch dekorativ wirken.

Am idealsten ist die Lagerung auf speziellen im Fachhandel erhältlichen Felgenbäumen. Hierbei haben die Reifen keinen Kontakt zueinander und sind rundum gut belüftet.

Fazit

Bei der Lagerung der Winterreifen sind also einige Dinge zu beachten. Hält man sich an die Empfehlungen, steht dem nächsten Winter auch reifentechnisch nichts mehr im Wege.

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Winterreifen richtig lagern geschrieben von Maik average rating 5/5 - 1 Besucherbewertungen