Wenn ein Ferrari zu langweilig ist: ISDERA

Isdera, Abkürzung für „Ingenieurbüro für Styling, Design und Racing“, heißt die Adresse, die deutschen Sportwagenfans das Herz höher schlagen lässt. Die Firma Isdera, 1981 von dem ehemaligen Porsche- und B&B-Designer Eberhard Schulz gegründet, baut seit mehr als 30 Jahren Autoträume der Superklasse. Neuester Coup ist der unverkäufliche Prototyp ISDERA Autobahnkurier 116i mit zwei gekoppelten V8-Motoren von Mercedes-Benz aus dem Jahr 2006.

Isdera Commendatore

Isdera Commendatore

Einen internationalen Namen machte sich der Designer Eberhard Schulz unter anderem mit der Entwicklung der berühmten Pirelli „P“-Felge, der „bb“-Turbo-Felge, Aerodynamik-Arbeiten für die BMW-Futuro von 1980 und dem Kreidler WM-Motorrad von 1981.
Weiterhin beteiligte er sich 1981 an der aerodynamischen Optimierung des Gruppe C-Rennwagens des Sauber-Teams, dem Sauber C6.

Solide Technik in attraktiver Verkleidung

Isdera Imperator

Isdera Imperator

Motoren und Fahrwerkskomponenten von Mercedes-Benz und Porsche werden in seiner Werkstatt in Warmbronn bei seinen Isdera-Konstruktionen zu unglaublich teuren flügeltürigen Einzelstücken verbaut. Seine Philosophie: Ein Fahrzeug soll als teuer, aufregend und exklusiv gelten; muss aber einfach zu warten, qualitativ hochwertig, gut verarbeitet und unbedingt alltagstauglich sein. Eberhard Schulz‘ Kunden konnten und können sich infolgedessen in jeder beliebigen Mercedes-Benz- oder Porsche-Werkstatt betreuen lassen.

Die produzierten Stückzahlen der Firma mit dem Wappen des angreifenden Adlers liegen bei weniger als 100 gebauten Fahrzeugen in 30 Jahren, die Preisgestaltung wird auch in Zukunft eine massenhafte Verbreitung dieser Fahrzeuge verhindern. In konkreten Zahlen: Einst begann das verdecklose – jedoch werksseitig mit zwei Maßlederkombis samt Helmen – angebotene Einsteigermodell Isdera 036i Spyder bei rund 100.000 Euro, der flügeltürige Isdera Imperator 108i kam schon auf 200.000 Euro, während für das 548 PS starke und 352 km/h schnelle Topmodell Isdera Commendatore 112i 750.000 Euro zu veranschlagen waren. Für die meisten Fans gilt deshalb: Sparen und solange den Traum vom eigenen Isdera bewahren ...

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