Erneuter Massenrückruf bei GM

Die Serie von Rückrufaktionen bei General Motors reißt nicht ab. Wie unlängst bekannt wurde, ruft der Autohersteller aus Detroit erneut ca. 3 Millionen Fahrzeuge unter anderem auf Grund von korrodierenden Kontakten der Bremsleuchten und des ESP zurück in die Werkstätten. Damit steigt die Anzahl der in 2014 zurückgerufenen Fahrzeuge auf knapp 12,8 Millionen Einheiten.

General Motors

General Motors - Bild: GM/Facebook

Betroffen sind diesmal meist ältere Modelle bis zurück ins Baujahr 2004. Dazu gehören Limousinen wie der Chevrolet Malibu, Saturn Aura, Ponitac G6 und auch der Sportwagen Corvette. Aber auch Modelle aktuellerer Baujahre wie der Silverado Pick-Up und die Cadillac CTS Limousine müssen zurück in die Werkstätten.

Neben korrodierenden Kontakten der Bremsleuchten und der Fahrassistenzsysteme sind Probleme mit dem Abblendlicht, den Bremsen, Scheibenwischern und Spurstangen weitere Gründe der aktuellen Rückrufaktion.

GM reagiert auf Anschuldigungen

Die Zahl der Rückrufe bei GM steigt somit auf stattliche 24. Das kommt aber auch nicht von ungefähr - GM hat die Bemühungen Mängel an seinen Fahrzeugen zu finden intensiviert und reagiert damit auf die Anschuldigungen, man hätte das Problem mit den bei voller Fahrt zurückspringenden Zündschlüsseln zehn Jahre lang ignoriert und damit Unfälle mit mindestens 13 Toten verursacht.

Laut Aussage von GM-Manager und Beauftragtem für Fahrzeugsicherheit, Jeff Boyer, ist die mittlerweile sehr hohe Anzahl an Rückrufen auch nicht negativ zu betrachten. Man decke Probleme mittlerweile eben schneller auf und leite die notwendigen Maßnahmen im Interesse der Kunden schneller ein. “Die Sicherheit unserer Kunden steht im Mittelpunkt von Entwicklung und Produktion.”, so Boyer.

Probleme meist bei US-amerikanischen Fahrzeugen

Wie schon bei den vorherigen Rückrufaktionen sind mit 2,7 Millionen Fahrzeugen auch diesmal hauptsächlich US-amerikanische Kunden betroffen. Opel-Fahrer z.B. können aufatmen, denn die Entwicklung der fehlerbehafteten Modellreihen lief damals noch weitestgehend unabhängig voneinander.

Hohe Kosten für GM

Um weiteren Ermittlungen und Schadensersatzansprüchen wegen fehlerhafter Fahrzeuge und damit verbundener Unfälle vorzubeugen, hat GM nach den 1,3 Milliarden im ersten Quartal nun weitere 200 Millionen Dollar für die Rückrufaktionen “beiseite” gelegt - ein Ende scheint noch nicht in Sicht.

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