Felge

Autopflege - wie man es besser nicht macht

Genau wie Auto fahren will Auto pflegen gelernt sein. Dass bei dieser vermeintlich simplen Aufgabe auch viele Fehler lauern können, wissen nicht viele. Von falscher Handhabung des Staubsaugers bis hin zum falschen Reinigungsmittel - die Fallen sitzen in vielen Ecken und Ritzen. Hier sind sieben Dinge, die Sie am besten vermeiden, wenn Sie Ihr Auto mögen.

Geschirrreiniger für den Autolack

Was für Töpfe, Pfannen, Geschirr & Co. gut ist, kann auch für den Lack nicht schlecht sein? Weit gefehlt! Durch die Tenside in vielen Spülmitteln kann die schützende Wachsschicht des Lacks abgetragen und im schlimmsten Fall sogar den Lack selber beschädigt werden. Wer seinem Auto etwas Gutes tun möchte, greift beim Autowaschen zu speziellen Autopflege-Shampoos - die sind zwar etwas teurer als die Mittelchen aus dem Supermarkt, aber dafür tensidfrei und somit lackverträglich.

Andere Hausmittelchen

Doch Spülmittel ist nicht das einzige Haushaltsprodukt, das Sie Ihrem Auto nicht antun sollten. Auch Allzweckreiniger für die Polster und Glasreiniger für die Fenster sollten Sie bei der Autopflege lieber vermeiden. Während letzterer die Gummidichtungen angreifen kann, besteht beim Allzweckreiniger die Gefahr von unschönen Verfärbungen auf den Sitzen. Hierzu gibt es nicht ohne Grund Reinigungsschäume, die speziell auf diesen Einsatzzweck abgestimmt sind. Wer aber zur Polsterreinigung unbedingt etwas aus dem Haushalt verwenden möchte, sollte es mal mit Rasierschaum probieren - wirkt angeblich Wunder.

Felgenreinigung mit Backofen-Spray

Schlechtes Beispiel

Felgenpflege mit Spülschwamm und Backofenreiniger?

Hierzu kann man nur eines sagen: Tun Sie es nicht! Backofenspray ist säurehaltig, hochentzündlich und ätzend und kann die Oberfläche der Felgen binnen kürzester Zeit angreifen. Greifen Sie hier ausschließlich zu explizit dafür ausgewiesenen, säurefreien Produkten aus dem Fachhandel - Ihre Felgen werden es Ihnen danken.

Aufpolieren, aber richtig!

Wer sich die Arbeit des Polierens einfacher machen möchte, greift oft zur Poliermaschine. Während die günstigen, nicht rotierenden 30 Euro Poliermaschinen aus dem Baumarkt noch relativ ungefährlich (und ineffektiv) sind, können richtige Poliermaschinen im Stil einer Teller-Schleifmaschine dem Lack schon ordentlich zu Leibe rücken - vor allem wenn man nicht weiß, was man tut. Hier ist nicht nur auf die richtige Haltung des Geräts zu achten, auch die Drehzahl, der Anpressdruck und die Feuchtigkeit der Polierscheibe ist von essentieller Bedeutung. Wer die Möglichkeit hat, übt den Umgang mit einer solchen Maschine am besten an einer alten Motorhaube vom Autoverwerter oder überlässt diese Arbeit gleich jemandem, der es wirklich kann.

Lackbehandlung in praller Sonne

Kennt man von früher: Samstags nachmittags, Fußball im Radio und bei strahlendem Sonnenschein auf dem Hof dem Lack der Familienkutsche nach der Handwäsche den letzten Schliff geben. War damals nicht gut und ist es heute immer noch nicht. Bei Temperaturen über 20 Grad und praller Sonne sollte man die Politur oder Konservierung des Lacks unterlassen, sonst drohen nicht nur hässliche Flecken. Im schlimmsten Fall können sich einige Pflegemittel regelrecht in den Lack einbrennen und diesen dauerhaft beschädigen.

Gefahrenquelle Staubsauger

Wer jetzt meint, die einzige Gefahr, die von einem Staubsauger ausgeht ist das Verschlucken von längst verloren geglaubten Artefakten und Münzen aus den Tiefen der Polsterung, der irrt. Gerade die großen und harten Saugdüsen von Tankstellensaugern können auf den mittlerweile allgegenwärtigen Oberflächen aus hochglänzendem Kunststoff und gebürstetem Alu sehr unschöne Kratzer hinterlassen. Nutzen Sie diese Sauger also ausschließlich mit Bedacht und reinigen das Armaturenbrett und die Mittelkonsole lieber mit einem weichen Pinsel und einem leicht feuchten und fusselfreien Tuch.

Mal eben durch die Waschstrasse

Während das mit normalen Alltagsfahrzeugen sicher die einfachste und bequemste Art der Außenreinigung ist, sollte man sich diesen “Luxus” bei Old- und Joungtimern tunlichst verkneifen. Die Gefahr, dass das Schätzchen durch die Bürsten der Anlage beschädigt wird oder am Ende noch wertvolle Anbauteile verloren gehen, ist einfach zu groß. Hier empfiehlt sich ausschließlich die Autopflege per Hand.

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Autopflege - wie man es besser nicht macht geschrieben von Maik average rating 5/5 - 1 Besucherbewertungen